Folge 27 – Der PC stirbt… mal wieder

Alle Jahre wieder dürfen wir alt eingesessenen PC Gamer uns von mehr oder minder gut informierten Analysten anhören, dass unsere liebste Spieleplattform im Winter ihres Lebens stünde und in naher Zukunft endgültig ihren letzten Atemzug tätigen wird. Zuletzt etwa hier geschehen. Unabhängig davon, ob man den Sachverhalt nun (wie im vorliegenden Post geschehen) versucht in pseudopoetischer Bildsprache zu verkleiden oder nicht ist dies natürlich eine Aussage, die – um es milde auszudrücken – diskussionswürdig ist…
Anlass genug für uns, uns mal genauer mit der Frage auseinanderzusetzen, wie es eigentlich um den PC als Spieleplattform bestellt ist und vor allem: aus welcher Richtung denn tatsächlich überhaupt potentielle Gefahr drohen könnte.

Shownotes

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7 Comments

  1. Posted August 13, 2012 at 10:56 | Permalink

    Der König ist tot – lang lebe der König! 🙂

    Stimmt schon: Totgesagte leben länger. Und der PC wurde als Spieleplattform schon oft zu Grabe getragen. Es stimmt natürlich auch, das es der eine oder andere AAA-Titel aus wirtschaftlichen Überlegungen nicht auf den PC schafft (ich denke da z.B. an Red Dead Temptation). Auf der anderen Seite ist das (angeblich) meistgespielte Spiel Solitär.

    Der Bereich Computerspiele verändert sich aber auch ständig. Was heute noch gut funktioniert, interessiert in fünf Jahren wohl schon wieder keinen mehr. Neue Gerätekategorien (wie z.B. aktuell Smartphones und Tablets) ermöglichen neue Spielkonzepte oder lassen sie anders wirken (Kakuro Classic ist da ja eines der besten Beispiele dafür *g*).

    Die Totengesänge darf man daher ruhig kritisch beachten. Stammen sie aus einem Magazin-Umfeld, weil gerade die Auflage sinkt? Oder aus dem Investoren-Umfeld, weil die 5-Mio-Schallmauer der abverkauften Einheiten nicht erreicht wurde?
    Vielleicht gibt es in 10 Jahren tatsächlich keine PC-Spiele mehr, weil bis dahin der Windows-PC bis dahin in seiner heutigen Form durch etwas anderes abgelöst wurde (die Ära der DOS-Spiele ist ja zwischenzeitlich auch vorbei). Dann wird es aber auf der dann aktuellen Arbeitsplattform Spiele geben. Denn spiele sind (abgesehen von xxx) die klassischen Wegbereiter für neue Technologien (so erinnere ich mich noch gut an eine Werbung aus den frühen 80ern, wo die Firma Atari für ihren 800XL mit der Aussage warb: “Ein Arbeitsgerät auf dem ich auch noch Donkey Kong spielen kann”.

    Noch ein Wort zu den Streaming-Plattformen: Ich persönlich glaube schon, dass in Zukunft gerade viele Gelegenheitsspieler per OnLive oder ähnliches Spiele spielen werden. Dazu müssen aber die entsprechenden Clients in die software von TV-Geräten und ähnliches wandern, so wie es derzeit schon mit VoD-Angeboten a la YouTube und Maxdome passiert ist. Aber auch das wird den Kreis der Spieler allenfals erhöhen und nicht dafür sorgen, das z.B. der PC als Plattform stirbt.

  2. Wraight
    Posted August 13, 2012 at 16:01 | Permalink

    Zu euren Bemerkungen zum Computer als Mediencenter: Für mich ist der Computer die günstigste und beste Möglichkeit, Filme, Videos, Youtube und Musik ins Wohnzimmer zu bringen. Im Gegensatz zu anderen Lösungen habe ich keine Probleme mit fehlenden Codecs.
    Weiterhin lassen sich Daten und Backups zentral speichern.

    Ich glaube auch, dass die aktuellen Hardwareverkäufe an dem Luxus liegen, dass PC-Besitzer jahrelang nicht aufrüsten brauchen, in dem Kontext interessiert mich sehr, wie auf aktuellen Mittelklasse-PC die Spiele der nächsten Konsolengeneration aussehen.

    • Tobias Knoll
      Posted August 17, 2012 at 22:02 | Permalink

      Ich fürchte ums Upgraden werden die meisten von uns mit der kommenden Konsolengeneration nicht herum kommen, wenn wir die Spiele im vollem Umfang genießen wollen. Was für mich aber in Ordnung ist, denn mein Rechner ist nicht nur Spieleplattform, sondern wie du es sagst auch und Mediencenter; und – wie es Micha völlig richtig geschrieben hat – natürlich auch Arbeitsgerät, welches sich die meisten Leute (ich eingeschlossen) gar nicht mehr wegdenken mögen. Auch diesen beiden Funktionen tut erfahrungsgemäß ein Update dann und wann ganz gut ;).

  3. Schue
    Posted August 13, 2012 at 19:58 | Permalink

    Kleine Anmerkung vorweg: Wer nicht alles lesen will scrollt zu “Zusammenfassung”.

    Der PC als Spieleplattform wird sicherlich nie aussterben. Die Art und Weise der Plattform wird sich sicherlich ändern. ABER ein PC ist wohl im überwiegenden Teil der Haushalten vorhanden. Somit ist also ein potentieller Markt vorhanden. Sicherlich sind die meisten PC’s nur für Büroarbeiten gedacht. Wie ich aber schon schrieb, wird sich die Spieleart wohl ändern. Einen großen Schritt hat diesbezüglich ja schon Facebook und Konsorten getan.

    Beim “Streamgaming” kann sich ja vll. auch ein System durchsetzen, wo man sich als Nutzer in ein Netzwerk einloggt und bei Nichtbenutzung dieses PC’s man seine Kapazitäten zur Verfügung stellt. So dass vll. 1 aktiver Spieler die Daten von mehreren “passiven” Spielern bekommt. Je nach Bandbreite und Rechenleistung des passiven Spielers. Das würde natürlich eine sehr hohen Aufwand mit sich ziehen.

    Ich glaube, dass die Prognosen daher kommen, dass der Markt für PC’s gesättigt ist. Die Gründe liegen wohl hier wirklich an der Hardware (bedingt durch die Konsolen). Nehmen wir mal den Prozessorbereich. Ein Studienfreund nennt einen C2Q Q6600 Standardtakt sein eigen und ich arbeite und spiele mit einem Phenom X4 B20 (eig X3 mit freigeschaltetem 4. Kern) mit 3,2GHz. Weiter gibts in meinem Freundeskreis noch einen Athlon X4 630 und einen Q9950. Also alles in allem Prozessoren die mind. 3 Jahre auf den Buckel haben und alle noch in 100% der Spiele ausreichen. Und aus diesem Grund stagnieren auch die Verkäufe. Wenn ich mir jetzt einen neuen Gesamtpc kaufen würde, hätte ich maximal einen spürbaren Zuwachs bei der Grafikkartenperformance. Also kaufe ich mir nur eine Grafikkarte. Ähnlich gilt es natürlich auch für die Grafikkarten. Mit einer Grafikkarte von 2009 (HD5850/5870 und GTX 465/470/480) kann man auch heute noch problemlos Spiele mit allem möglichen Humbuk spielen. Darüber hinaus gibt es auch genügsame Gamer HD6770/7770 GTS 450/GTX 550Ti und auch diese haben keinen Grund aufzurüsten.
    Desweiteren werden ja, soweit mir bekannt, die Verkäufe die durch Selberzusammenbauer nicht mit eingerechnet. Zugegeben machen diese nur wenige Prozent aus (vll. sogar >muss< diese alte Internet/English-Krankheit 😀

    Noch eine kleine Zusammenfassung:

    (1)
    PC als Spieleplattform wird nicht aussterben. Lediglich die Erscheinungsform wird sich verändern.

    (2)
    Spielekonsolen werden auch weiterhin existieren und mit den nächsten Modellen eventuell in eine neue Ebene gerückt

    (3)
    Win8 ist garnicht so übel, allerdings auch kein Meilenstein. Kritisch sind nur die Änderungen zum “Vereinfachen” der Bedienung. Die Win8-Oberfläche finde ich garnicht so schlimm.

    (4)
    Grafik lässt sich immer weiterentwickeln. Sicherlich wird sich die Krafik heutiger Kino-Animationen wie Transformers annähern. Vll. wird Crytek da wieder ein Vorreiter? Wir werdens sehen.

    (5)
    Meine Spitzname spricht sich Schü

    • Schue
      Posted August 17, 2012 at 16:14 | Permalink

      Mir ist noch etwas bezüglich dem Streamgaming eingefallen. Vor vielen Jahren hatte ich einen PC mit einem Pentium Pro 133MHz, 16mb RAM, 5-10GB Festplatte und irgendeine 32mb Grafikkarte (Voodoo-irgendwas?) und mein Vater einen, zu damaligen Zeiten, absoluten Höllenrechner mit Pentium 3 und dem ganzen Pipapo. In dieser Zeit gab es auch das Spiel “Indiana Jones – Der Turm von Babel”. Da dieses Spiel allerdings auf meinem PC nicht funktionierte, habe ich es auf dem von meinem Vater installiert und dann an meinem PC gespielt. Ich weiß nicht mehr genau, wie es ging, aber ich glaube wir haben nicht den Remotedesktop benutzt, sondern ich habe lediglich die Exe des Spiels über Netzwerk bei meinem Vater geöffnet. Nun das Ergebnis war, dass ich das Spiel trotz fehlender Minimalanforderung spielen konnte. Damals war ich hell auf begeistert von dieser Möglichkeit. Wenn ich das heute im gleichen Zusammenhang betrachte, wäre das auch gut. Jetzt weiß ich nur nicht wie Onlive funktioniert. Reicht da ein 0815-Bürorechner, oder muss da mein PC trotzdem genug Rechenleistung besitzen?

      • Tobias Knoll
        Posted August 17, 2012 at 21:56 | Permalink

        Also ich habe Onlive und Gaikai mit meinem Netbook ausprobiert und es ist nicht immer Ideal aber meistens passabel gelaufen. Ich denke mal, dass man schon einen Rechner haben sollte, der im Stände ist, Video Streams in hoher Qualität abzuspielen, was schließlich auch ein Mindestmaß an Leistungberfordert. Dieses wird aber denke ich von den meisten Rechnern (und Tablets, die ja auch zumindest zum beim Spielen zuschauen benutzt werden können) erfüllt.

        Ich finde übrigens die Idee eines “lokalen” Game Streamings wie du es beschreibst sehr interessant. Ich frage mich, ob eine spezielle Software, die genau das leisten würde (also nicht nur eine provisorische Lösung ist), nicht sehr erfolgreich wäre. Die Technologie ist ja schließlich (bei Onlive und Konsorten) vorhanden.

        Oder übersehe ich da einen wichtigen Faktor, der sie Idee weniger erfolgreich machen würde als ich mir das vorstelle?

  4. Posted August 17, 2012 at 22:24 | Permalink

    Ich muss etwas zu Ralfs Kommentar über Shooter auf Konsolen los werden.

    Ich selber besitze keine Konsole, und wenn dann nur einen NES/SNES-Emulator auf dem PC und eine alte PS1 für die mir aber ein Fernseher fehlt. Aber mein Bruder ist ein wahrer Konsolero und viele meiner Freunde im engeren Freundeskreis auch (größtenteils PS3). Und die zocken regelmäßig und im Team (mit Teamspeak) Battlefield und CoD… mit Gamepad. Und sie sind nicht die einzigen. Ich kenne einen Haufen Leute, inzwischen schon die Mehrheit, die das Zuahsue des First Person Shooters auf der Konsole sehen. Klar ist die Maus am PC genauer, das heißt aber nicht, dass es auf der Konsole mit ein paar Übungsrunden nicht auch rockt.

    Ich schaue meinem Bruder öfter beim Spielen zu und habe trotz anfänglicher Skepsis selber auch ein paar Runden gespielt. Und ich muss sagen, dass mir Shooter inzwischen auf dem TV-Bildschirm mit Gamepad deutlich besser gefallen als früher. Man muss sich nur trauen 😉

    Ich bleibe dem PC dennoch treu, aber aus ganz anderen Gründen, als dem Gamepad.

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