Wie versprochen dreht sich in dieser Folge alles um das enorm populäre Genre, das dem “Urvater” Dota (Defense of the Ancients) entsprungen ist. Wir sprechen darüber, was das Spielprinzip so populär macht, welche MOBAs uns persönlich am besten gefallen und woran es liegen könnte, dass die Communities der meisten Genrevertreter zu den berüchtigsten und einsteigerunfreundlichsten überhaupt gezählt werden.
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2 Comments
Hi,
ich habe euch jetzt so verstanden, dass es keinen guten Grund gibt mit einem “Smurfaccount” zu spielen. Es sei denn, man hat ein Problem mit seinem Ego
Ich bin da ein wenig anderer Meinung, und würde gerne zwei Gründe nennen, aus denen Smurfen vielleicht sinnvoll sein könnte:
a) Szenario: Ein Freund von mir beginnt gerade mit League of Legends und ich möchte ihn noch ein wenig an die Hand nehmen. Spiele ich jetzt mit meinem Max-Level Account mit super Elo, werden wir auf Grund des Match-Makings, verglichen mit seinem Level, unglaublich starke Gegner bekommen. => Er wird einfach nur abgemäht und ihm vergeht vermutlich der Spielspaß. Diesem Matchmaking könnte man entgegenwirken, wenn auch der “anDieHandNehmer” mit einem niedrigeren (Smurf) Account spielt.
Das lässt sich natürlich auch noch auf dem Max-Level anwenden, wenn ich mit einem Freund mit niedrigem Elo spielen möchte, und selbst ein “Elo-Monster” bin
b) Ich spiele mit meinem Account in einem Top-Clan, werde gesponsert, verdiene mein Geld mit dem Moba, oder es gibt irgendeinen anderen Grund, aus dem meine Statistik sehr wichtig ist.(Kann mir schon vorstellen, dass Sponsoren darauf gucken, auch wenn ich mich damit noch nicht auseinandergesetzt habe).
Jetzt kommen neue Charaktere raus, oder ich finde einen den ich gerne üben würde. Sollte ich wirklich meine (warum auch immer sie wichtig ist) Statistik versauen, nur damit ich einen Charakter testen kann? Oder levele ich mir einen Account hoch (der dann bestimmt auch irgendwann mal max ist), den ich zum Testen benutzen kann, bei dem die Statistik total egal ist?
liebe Grüße
Denis
Hey, vielen Danke für den Kommentar.
Ich muss zugeben, dass meine Aussage zu Smurf-Accounts tatsächlich vielleicht ein wenig zu streng formuliert war. Die möglichen Gründe, die du angeführt hast können unter Umständen natürlich durchaus vertretbar sein, allerdings wäre das dann auch an bestimmte Voraussetzungen geknüpft, die meiner Meinung nach oft nicht er füllt werden.
Bei a) wäre das die Voraussetzung, dass der Besitzer des Smurf Account diesen nur einsetzt, wenn er tatsächlich mit den Leuten zusammenspielt, denen er das Spiel zeigen möchte. Ausserdem wäre es der Fairness halber auch sinnvoll, dass sich der erfahrene Spieler in einer solchen Runde etwas zurückhält (vielleicht einen Support Helden spielt) und seine unerfahreneren Teammitglieder unterstützt und berät. Vor allem sollte es gerade zu Beginn auch darum gehen, die Grundlagen des Metagames und der Spielmechaniken zu verstehen und nicht eben von einem erfahrenen Spieler von Sieg zu Sieg “gecarried” zu werden. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass eben das einem auch sehr schnell den Spaß am Spiel verderben kann; nämlich dann, wenn der “Mentor” mal nicht mehr dabei ist und man bemerkt, dass der eigene – durch etliche “gecarriete” Siege erlangte – Skillwert (sei es jetzt PSR, Elo oder sonstiges) gar nicht den eigenen Fähigkeiten entspricht und man gegen – augenscheinlich – gleichwertige Spieler Niederlage um Niederlage einstecken muss.
Als Lehrer für neue Spieler gehört es nunmal auch dazu, mit diesen den Frust der Niederlage zu teilen und sie daraus lernen zu lassen. Ein “Pubstomp”, wie man es in HoN immer so schön genannt hat, lehrt einen Spieler weder, wie man ein schlecht begonnenes Spiel noch herumreissen kann, noch wie man ein langgezogenes und knappes Spiel für sich entscheidet. In solch einem Fall kann einem selbst eine Niederlage viel Lehren.
Das so zu kommunizieren ist natürlich eine große Herausforderung und – wie gesagt – oftmals mehr Frust als Spaß. Deshalb bin ich auch sehr gespannt auf das geplante Mentorensystem für Dota 2, das hier vielleicht einige positive Entwicklungen bewirken kann.
Dein zweites Argument (b) kann ich auch gut nachvollziehen, allerdings gilt auch hier die selbe Prämisse wie bei Punkt a). Der Smurf-Account ist solange berechtigt wie er genau in dem Sinne eingesetzt wird, aus dem er auch erstellt wurde. Vielleicht ist in diesem Kontext auch etwas “Pubstomping” gerechtfertigt, aber auch nur, wenn man dadurch den eigenen “Elo” so schnell anhebt wie möglich, damit man möglichst schnell wieder auf dem eignenen Skilllevel spielt. Alles Ausprobieren von neuen Helden/Strategien etc. bringt nämlich auch nichts, wenn man dabei gegen “Noobs” spielt und nicht etwa gegen erfahrene Spieler
.
Wie auch immer die Begründung für einen Smurf-Account aussieht, für mich gilt als oberstes Beurteilungskriterium zunächst die Fairness und vor allem auch die “Höflichkeit” des Spielers. Einen erfahrenen Spieler im eignen Team zu haben kann eine tolle Sache sein, WENN man von seiner Erfahrung profitieren kann. Solange sich dieser Spieler an grundlegende Regeln der Höflichkeit, Hilfsbereitschaft und Spielfreude hält, ergibt sich der Rest (nämlich der Lerneffekt) dann meistens von selbst.
Von “lololol gg noobs u suck!!!!!!1!11!!1!!!111111″ hat nämlich niemand etwas außer dem Smurf, womit wir dann wieder beim Ego wären
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tl;dr: Be nice, have fun!