Folge 11 – Spielentwicklung als Beruf

Den Traum, ein mal selbst ein Spiel zu entwickeln, die eigenen Ideen in Design, Story und Spielmechaniken umgesetzt zu sehen, trägt wohl jeder Spieler mit sich herum. Dabei sind die Zeiten, in denen einige computeraffine Autodidakten in der heimischen Garage in Eigenregie den nächsten Hit produzierten schon längst vorüber. Spielentwicklung – ob nun unabhängig oder bei einem großen Studio – ist ein Beruf, welcher wie die meisten Berufe durch Ausbildung und Studium gelernt werden kann.
Im Rahmen unserer Reihe “Gaming Culture – Spiele und Gesellschaft” haben wir uns deshalb mit Paul Lawitzki zusammengesetzt, der erst kürzlich seinen Master in Medieninformatik an der “Hochschule der Medien” in Stuttgart erhalten hat und bereits in der Vergangenheit einige Erfahrungen in Sachen Spielentwicklung sammeln konnte. Und natürlich wird auch Ralf wieder einiges aus seiner selbstständigen Entwicklertätigkeit und dem Weg, der ihn dort hin geführt hat, zu erzählen haben.

Shownotes/Genannte Spiele

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8 Comments

  1. Posted April 3, 2012 at 18:03 | Permalink

    Das hat sehr Spaß gemacht mit euch. Wir müssen das irgendwann einmal wiederholen :) .

    An dieser Stelle nochmal Entschuldigung für mein Genuschel. Das fällt einem erst dann auf, wenn mans in der Aufnahme hört. Sorry :/

    • Tobias Knoll
      Posted April 3, 2012 at 23:49 | Permalink

      Das machen wir auf jeden Fall! :) Vielen Dank auch noch mal, dass du dich dazu bereit erklärt hast. Und das mit dem “Genuschel” ist nicht so schlimm. Wir sind ja schließlich alle keine Profis und Ralf ist zum Glück ein wahrer Künstler mit Audacity :D.

  2. Wraight
    Posted April 5, 2012 at 12:51 | Permalink

    In dieser Kombination könnt ihr durchaus mal wieder etwas machen :)

    Jetzt hätte ich aber 2 Fragen.
    Gibt es für komplette Quereinsteiger in der Branche noch Chancen? Auf mich hat es so den Eindruck, als dass heute selbst kleine Projekte immer von Leuten mit einschlägigen Hintergrund (bei Indie-Games sind es ja meist Studenten, meist mit Hintergrund Informatik, bzw. auch Künstler) gestemmt werden. Einziges Gegenbeispiel dass ich kenne wäre da “GooseGogs”, der Programmierer hat sich alles aus Tutorials und Büchern erarbeitet. Kann aber auch sein, dass meine Wahrnehmung da täuscht.

    Und Tobias, was war eigentlich dein entscheidender Grund, dich selbstständig zu machen? Du scheinst bei SAP ja nicht so schlecht “gestanden” zu haben, da finde ich den Schritt in die Selbständigkeit wirklich respektabel.

    • Wraight
      Posted April 5, 2012 at 13:10 | Permalink

      Sorry für den Doppelpost, aber was haltet ihr vom Minecraft-“Nachfolger” 0x10c? Auf der offiziellen Seite (http://0x10c.com/) wird schon von Abogebühren geredet, und wenn das die Zukunft der Indie-Spiele ist, gibt es sie bald nicht mehr.

      • Tobias Knoll
        Posted April 5, 2012 at 13:22 | Permalink

        Kein Problem ;). Lustig dass du danach fragst. Wir werden heute die Folge für nächsten Montag aufnehmen und ohne zu viel verraten zu wollen: Wir werden unter anderem auch über 0x10c sprechen und natürlich dann auch über die Abo Frage ;).

      • Posted April 5, 2012 at 20:41 | Permalink

        Ich bin auch schon sehr gespannt auf 0x10c. Das klingt sehr interessant. Vor allem die simulierten Computer, die man vermutlich irgendwie wird programmieren können (so wie in der Computercraft mod 😉 ).

    • Tobias Knoll
      Posted April 5, 2012 at 13:13 | Permalink

      Da hast du glaube ich was falsch verstanden :D. Ich selbst habe mich nicht selbstständig gemacht (ich mache gerade meinen Magister in Religionswissenschaft und werde ab diesem Sommer an meiner Dissertation arbeiten). Ralf hat sich nach langjähriger Beschäftigung bei einer IT Firma (nicht SAP) selbstständig gemacht ;).

      Was deine Fragen angeht, da reiche ich am besten an meine beiden Kollegen weiter: Paul, Ralf, schreibt mal was! :)

    • Posted April 5, 2012 at 20:37 | Permalink

      Zu deiner Frage, Wraight:
      ich denke, solange man Fähigkeiten vorweisen kann, die in der Spieleentwicklung nützlich sein können, hat man in der Spielebranche gute Chancen. Natürlich ist es von Vorteil, wenn man einen Informatik-Abschluss hat, oder ein künstlerisches Portfolio, weil es für den Arbeitgeber dann einfacher ist, zu sagen: “Ok, der kann programmieren/malen.”

      Ich glaube, die Spieleindustrie hierzulande orientiert sich ein wenig an der in den USA. Dort wirst du ja nicht nach Zeugnissen bewertet, sondern nach Referenzen. Also, was du schon alles gemacht hast. Es ist ein wenig liberaler als man es von anderen deutschen Wirtschaftszweigen kennt. Wenn du Referenzarbeiten vorweisen kannst, die überzeugend sind, ist das aussagekräftiger als eine gute Note in Informatik oder Mathe. Also kann es auch gut sein, dass ein Arbeitgeber in der Branche jemandem, der garkeinen Abschluss hat, dafür aber schon an der Entwicklung von drei überzeugenden Spielen teilgenommen hat einstellt.

      Ob ein Quereinsteiger Chancen hat? Sicherlicht. Aber dann muss er auch irgendwie zeigen können, dass er für den Job geeignet ist. Als Zahnmediziner wirst du es schwer haben ohne vorherigen intensiven Kontakt zur Spieleentwicklung einen Fuß in die Tür zu bekommen.

      Indie-Spiele sind da wieder ein ganz anderer Punkt. Da beschließen die Entwickler ja auf eigene Faust, was für ein Spiel, zu welchem Budget (nämlich dem beschränkt verfügbaren) für welches Publikum sie entwickeln. Das ist für Quereinsteiger dann doch viel zugänglicher, aber natürlich auch viel risikoreicher. Dass Idies meist aus Künstlern und Informatikern bestehen ist eben so, weil es diesen Leuten einfacher fällt, zu entscheiden, dass sie jetzt mit allen Risiken ein Spiel entwickeln. schließlich haben sie von Ausbildungswegen schon die nötigen Fähigkeiten erworben.

      Das heißt aber nicht, dass ein Zahnmediziner oder Geschirr- und Besteckreiniger (um es mal überspitzt darzustellen), der schon seine Erfahrungen in der Spieleentwicklung gemacht hat – und sei es nur als Hobby – keine Chancen hat in der Spielebranche hat.

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