Folge 8 – Finanzierungsmethoden von Computerspielen

Im zweiten Teil unserer Reihe “Gaming Culture – Spiele und Gesellschaft” widmen wir uns ganz der Frage welche Möglichkeiten heutzutage einem Spielentwickler offen stehen, ein Projekt finanziell zu verwirklichen. Neben Einblicken in Ralfs eigene unabhängige Entwicklertätigkeit beschäftigen wir uns auch mit allerhand “neuen” Finanzierungsmethoden wie Kickstarter oder der Möglichkeit staatlicher Förderung und deren jeweiligen Vor- und Nachteilen.

Shownotes/Genannte Spiele

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4 Comments

  1. Wraight
    Posted March 12, 2012 at 22:55 | Permalink

    Ralf könnte ruhig mehr auf seine Tätigkeit als Entwickler eingehen… leider hört man wenig über den “Arbeitsalltag” von unabhängigen Spieldesignern. Möge auch dich Notch’s Reichtum erfüllen! 😀

    Ich finde es aber immer sehr schade, wenn die Leute, die 10 Euro in ein Spiel investieren ihren “Anspruch” schlimmer ausleben als es Publisher tun. Bei Project Zomboid hat die Community solchen Druck gemacht, dass die selbsternannten Indie-Gamer dem Entwickler doch die Freiheit genommen haben. Wenn ich einen Indie-Entwickler unterstütze, dann mache ich dass, weil mir seine Ideen gefallen und nicht, weil ich dann ein Anspruch auf das Spiel haben möchte.

    • Tobias Knoll
      Posted March 13, 2012 at 14:08 | Permalink

      Dein Wort in Gamers Ohr… ;). Man muss allerdings auch sagen, dass man bei Internetcommunities (zu denen ja in diesem Fall ja auch die Unterstützer/Finanzierer eines solchen Indiegame gezählt werden können) immer zwischen der “lauten Minderheit” und den “schweigsamen Massen” unterscheiden sollte. Diejenigen, die unzufrieden sind bzw. meinen, sie hätten ein Mitspracherecht, weil sie 10 Euro investiert haben gehören meistens zu dieser “lauten Minderheit”, die keinesfalls repräsentativ für die Community an sich steht. Ein gutes Beispiel hierfür sind die regelmäßigen Protest/Boykott-Aufrufe gegen EAs Origin Plattform oder Spiele wie Modern Warfare 3. Wenn der breite Tenor im Internet dem entsprechen würde, dann würden sich die entsprechenden Spiele auch nicht so gut verkaufen.
      Es liegt also a) an den Entwicklerstudios, das Internetfeedback dahingehend zu filtern, dass man erkennt, ob die Kritiker hier die Mehrheit der Spieler vertreten und b) an den Unterstützern, auch positives Feedback zu geben und den Entwicklern das eigene Vertrauen sozusagen “sichtbar” zu machen.

  2. Posted March 16, 2012 at 19:32 | Permalink

    Zu dem Thema habe ich vor ein paar Monaten ein sehr interessantes Interview mit Phil Fish, dem Chefentwickler von Fez (Polytron), gelesen. Er und sein Team wurden zunächst vom Indie Fund finanziert. Als dann der Sales-Verantwortliche das Team verlassen hat, haben sie die Finanzierung verloren. Dann, wie durch ein Wunder, hat bei ihnen ein anderer etwas größerer Spieleentwickler, Trapdor aus Montreal, an die Tür geklopft und ihnen angeboten dem ganzen Team ein Gehalt zu zahlen, ihnen ihre Buchhalter und Anwälte und alle möglichen infrastrukturellen Dinge zur Verfügung zu stellen bis Fez fertiggestellt ist. Als Gegenleistung wollten sie einen Anteil am Ertrag, den Fez machen wird. Das hat wohl das ganze Projekt gerettet.

    Das ganze Interview gibt es auf Gamasutra.
    http://www.gamasutra.com/view/feature/134934/the_making_of_fez_the_breaking_of_.php?page=2

    • Tobias Knoll
      Posted March 17, 2012 at 13:38 | Permalink

      Danke für den Link. Das zeigt denke ich ganz gut, dass es für angehende Spielentwickler einerseits etliche Möglichkeiten gibt, eine Finanzierungsbasis herzustellen, auf der anderen Seite diese Basis aber auch auch erschreckend schnell zusammenbrechen kann. Es ist großartig wenn man hier auf die Solidarität (und den Geschäftssinn) von anderen Entwicklerstudios bauen kann.
      Gerade Notch hat hier ja gezeigt, dass bei ausreichendem finanziellen Polster gerade bei Indie Entwicklern durchaus ein Interesse vorhanden ist, vielversprechende Projekte anderer Studios zu unterstützen. Ein Trend, der sich hoffentlich auch in Zukunft fortsetzen wird.

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